Tag 26 und 27 nach Brisbane

Tag 26 verstreicht weitestgehend ereignislos und heute fange ich an zu packen. Für das Quarantänehotelgefängnis. Es fällt schwer nicht missmutig zu werden.

JD hat noch mal alles versucht: unserem Agenten geschrieben und mit ihm telefoniert, den zuständigen Behörden geschrieben, einen langen Antrag ausgefüllt und unsere Aussi Freunde um Rat gefragt, aber es hilft alles nichts. Wir dürfen nicht in New South Wales, wo es keine Quarantäne mehr gibt, einlaufen und wer in Queensland einläuft, muss in Quarantäne. Immer noch. Nach Logik und Sinn darf man hier nicht fragen. Natürlich ist es völlig ausgeschlossen, dass wir COVID an Bord haben, aber Gesetz ist Gesetz und auch logisch begründete Ausnahmen werden nicht gemacht.

Wir wissen, was auf uns zukommt, daher nehmen wir den halben Haushalt mit. Von Besteck und Geschirr bis zur Kaffeemaschine und Drucker. Ich erwäge ernsthaft, die Nähmaschine einzupacken und die ganze große Legokiste darf mit!

Segeln ist heute durchwachsen. Immer wieder müssen die Motoren mitlaufen, damit wir nicht zu spät kommen. Die Bucht von Brisbane ist nämlich riesig und wir müssen einmal quer durch und ein Stück den Fluss rauf, bis wir in der Marina sind. Dabei will die Tiede beachtet sein, denn 40 Meilen wollen wir nicht gegen den Strom anstampfen! Da wir uns natürlich auch nicht die ganze Nacht um die Ohren hauen wollen, müssen wir uns halt jetzt beeilen!

9 Dez, 13 Uhr Bordzeit. 150 nm östlich von Brisbane.

S 26*23 E 156*01. 6 kt TWS, 320*TWD, 5 kt SOG, Kurs: 250*

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