Moorea nach Bora Bora

Alle sind früh raus aus den Kojen in Moorea. Auf die Frage: „Wie hast du geschlafen?“ kommt ein einhelliges „Wie ein Stein!“, wahlweise auf englisch, deutsch, französisch oder spanisch.

Nach dem ersten Schwimmen und Frühstück, gehts ans putzen. Auf den ersten Meilen haben die Motoren zu viel Energie verbraucht. Im trüben Hafenwasser sahen die Propeller für mich eigentlich ziemlich sauber aus, aber hier erkennen wir, dass sie doch ganz schön bewachsen sind. Dafür sind die Opferanoden noch super in Schuss und müssen nicht getauscht werden.

Das neue Antifouling ist, erwartungsgemäß, fast ganz sauber. Wir streicheln der Pami nur vorsichtig über den Bauch und das kleine bisschen Bewuchs rieselt einfach runter. Natürlich wird auch das winzige Schaufelrad, zum messen der Geschwindigkeit durchs Wasser, akribisch gereinigt, dennoch ist es bis zum nächsten Nachmittag blockiert. Naja, das ist nichts neues und erledigt sich meist von selbst.

Um 10 Uhr gehts los. Wir hoffen wieder auf Wind und wieder bleibt er aus. Kaum sind wir aus der Abschattung Mooreas raus, wird auch noch die See ekelig. Die halbe Crew kämpft mit leichtem bis mittlerem Unwohlsein – Spucken muss zum Glück keiner. Das Mittagskochen überlasse ich nach der Hälfte Alex, ich muss an die Luft und den Horizont angucken!

Kochen für Acht ist übrigens nicht besonders schwierig. Die Mengen die wir brauchen, passen problemlos in unsere Utensilien. Nur der neue, größere Topf, der war wirklich nötig.

Nachmittags frischt endlich der Wind auf. Wir können den Genaker setzen, der uns, langsam aber stetig, durch die Nacht und bis zum nächsten Nachmittag trägt. Die letzten 20 Meilen bis Bora Bora, müssen wieder die Motoren ran.

Spannend wird es, als wir durch einen Schwarm Seevögel kommen: alle starren gebannt auf die neuen Schleppangeln, die Alex organisiert hat. Und tatsächlich beißt ein Tunfisch an! Abendessen für acht ist gesichert!

Noch spannender: Routine Check im Motorraum. Literweise Wasser schwappt am Boden. Ach du Sch…! Carlos ist der erste unten und diagnostiziert nach fachmännischem Geschmackstest: Salzwasser. Mir rutscht das Herz in die Hose. Ich dachte zuerst an die vermaledeite Decksdusche. Nicht toll, aber auch nicht so schlimm. Dann ändert sich das Licht und ich kann die Tropfspur verfolgen. Es ist die Dusche! Das Salz im Wasser ist nur alter Bodensatz und Schweiß. Puh, Schwein gehabt. Nach 10 Minuten ist alles abgepumpt, getrocknet und wieder gut.

Jetzt schaukeln wir friedlich (und vollgefressen) an einer Boje in Bora Bora und ich sage gute Nacht.

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