Confinement Tag 55

Alles ruhig und entspannt auf der Pami. Die Tage vergehen in stetem Reigen aus Schwimmen, Schule, Kochen und Spielen. Nur gelegentlich unterbrochen, durch eine Einkaufsfahrt mit Lili, einen Landspaziergang zum Relais de Joséphine, oder eine Wasserversorgungs-Notaktion!

Regelmäßige Leser werden sich erinnern, dass uns Anfang März der Druckbehälter für die Frischwasserversorgung durchgerostet war. Mit Sikaflex, Brettchen und Schraubzwinge, war die provisorische Reparatur ganz gut – allerdings nur darauf ausgelegt, zu halten bis wir in Papeete einen neuen kaufen könnten. Dann kam das Confinement und wir sind Papeete noch keine Meile näher gekommen…

Ausgerechnet an einem Sonntag hat sich sich das Provisorium verabschiedet! Aber immerhin erst beim Frühstück, und nicht wieder mitten in der Nacht. Wir haben beide die Frischwasserpumpe anspringen hören, obwohl niemand an einem Hahn war, und wussten sofort Bescheid.

Zum Glück hat der Minimarkt auch Sonntag morgens auf, so dass JD gleich eine 25 l Wasserflasche kaufen konnte und wir nicht auf dem Trockenen saßen, nachdem der Haupthahn geschlossen war. Während er an Land war, habe ich Joséphine angerufen. Die nette Französin betreibt, mit ihrer Mutter, seit 20 Jahren das Relais, spricht sehr gut englisch und wusste sofort wer am Telefon ist. Schließlich sind wir im Moment fast die einzigen Gäste und plaudern, beim gelegentlichen Sundowner, immer sehr gerne mit Ihr.

Sie hatte auch tatsächlich eine Telefonnummer von einem Klempner parat, der allerdings Sonntag morgens erst einmal nicht zu erreichen war. Es war dann auch gar nicht mehr nötig, denn JD kam nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Hilfe zurück. Manua, der im Minimarkt arbeitet, hat sich über unseren Einkauf so gewundert, dass er gefragt hat, ob etwas nicht in Ordnung wäre und ob er helfen könnte? Wie nett und aufmerksam! Das haben wir gerne angenommen! Der blöde Druckbehälter wohnt nämlich tief unter dem Bett und man kann die Rohrverbindung nur Kopfunter hineinhängend lösen. Außerdem fehlte uns die passende Rohrzange und etwas mehr Armschmalz in dieser Position.

Manua kam Mittags in seinem Außleger-Kanu. Viele Tahitiens sind sehr kräftig gebaut und diejenigen, die den Nationalsport Pirogue (Kanu) fahren, ernst nehmen, haben eine bemerkenswerte Muskulatur! So hatte es unser Helfer nicht gerade leicht, sich in Arbeitsposition zu manövrieren, aber er hat nicht nur Das geschafft, sondern auch, mit viel Kraft, die Rohrverbindung aufgeschraubt bekommen. Dann hat er das Ding mitgenommen, mal eben von seinem Kumpel schweißen lassen, und wieder zurückgebracht. So konnten wir uns am Nachmittag schon wieder das Meerwasser abduschen. Was das für ein Luxus ist, merkt man erst wieder, wenn es mal nicht möglich ist!

Mehr Aufregendes ist in letzter Zeit nicht passiert. Dafür erweitern wir allmählich unseren Bekanntenkreis hier im Atoll. Gestern haben wir tatsächlich den halben Tag in fröhlicher Gesellschaft verbracht, und was das für ein Stimmungsaufheller ist, merken ja viele von uns gerade sehr deutlich!

Während wir Großen, mit unseren neuen Bekannten, erst bei Joséphine und später bei Lili im Garten geplaudert haben, sind die Jungs rumgeklettert, haben Eis gegessen und selig, stundenlang Hundewelpen geknuddelt und bespielt. Ein schöner Tag für Alle!

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