Ausflüge und Social life auf Galapagos

Läuft man in der Küstenregion umher, zum Beispiel auf den Weg zu Las Grietas, einer kleinen Schlucht im Vulkangestein, kommt man streckenweise durch ganze Opuntienwälder. Diese Kakteengewächse finden sich natürlich in den meisten heißen Regionen der Erde, allerdings habe ich sie noch nie als solche Baumriesen erlebt.

Bei den richtig alten Exemplaren blättern die Stachel von den Stämmen ab und zurück bleibt eine weiche, braune Rinde, die ich hier schon als Lampenschirme verarbeitet gesehen habe.

Dieses Exemplar müsste an die 400 Jahre alt sein. Es war also schon ein kleiner Baum, als Darwin auf dieser Insel forschte!

Las Grietas ist überhaupt ein schönes Ausflugsziel. Will man sich auf den Weg machen, lohnt es sich, erst einen kurzen Blick auf die Tide zu werfen, denn bei Niedrigwasser gerät der Badeausflug schnell zu einer unerwarteten Kletterpartie.

Um an Land zu kommen, muss man hier ein Wassertaxi rufen, denn mit dem eigenen Dingi darf man nirgendwo festmachen. Also Kanal 14 auf der Funke: „Taxi aquatiko, Taxi aquatiko para Katamaran ChaChapami!“ Sobald eines der vielen, gelben Taxibote naht, beginnt ein lustiger Einsteige-Eiertanz! Puerto Ayora hat nämlich mit Nichten eine gut geschützte Ankerbucht. Vielmehr ist es extrem schaukelig hier und wir sind wirklich froh auf einem dicken, schweren Katamaran zu wohnen, und nicht auf einem leichten Einrümpfer. Die schaukeln hier nämlich wie ein Seelöwe nach zu vielen Cognacbohnen!

Erst muss also ein Erwachsener rüberhüpfen, dann werden die Kinder mehr oder weniger nachgeworfen und der Rest kann springen, wie es die Wellen grad erlauben.

So war das nicht gemeint Geri!

Der Ausstieg ist vergleichsweise einfach. Alle kleinen Boote hier haben über den Bug ein dichtes, dickes Netzt gespannt, das beim Nase auflegen an Mole, oder Betonsteg, fast wie ein Klettverschluss wirkt. Sehr pfiffig! Wir überlegen ob das nicht auch etwas für und wäre!

Nach Las Grietas läuft man etwas eine halbe Stunde. Auf dem Weg passiert man als erstes den Playa Alemanes. Und weil es gerade so schön passt, schiebe ich hier unsere Osterfotos ein, denn für die „Eiersuche“ hat sich der Osterhase genau diesen Strand ausgesucht.

„Lauf Paul! Papi hat gesagt, der Osterhase war am Strand!“

Lässt man den Osterstrand links liegen, kommt man über einen nett gepflasterten Pfad, quer durch die Pampa, zu der kleinen Lavaschlucht. Ein bisschen kraxeln, ein Checkpoint wo die Zahl der Besucher notiert wird, und eine lange Holztreppe, führen in die drei kalten Becken mit leicht salzigem Wasser. Es ist ein wirklich erfrischendes Vergnügen, die riesigen, pastellfarbenen Papageienfische in dem klaren Wasser zu beobachte und die hohen Lavawände um einen herum zu bestaunen. Damit auch kleine Beinchen auf dem Rückweg nicht schlappmachen, gibt es noch eine Art Strandbude, die mit Eis, Bier und Kicker die letzte Meile versüßt.

Neben den Strandausflügen gab es in den ersten Wochen hier auch viele Kinderausflüge zu Nachbarboten. Die ALKYONE mit ihren 4,5 Kindern lag länger neben uns. SAGO ist deutsch-australisch mit Annika und Oli im passenden Alter.

ALKYONE bring JaJapami zu SAGO, der Miniskipper ist immerhin schon 14!

OLENAs Timeo (Schweiz) kam auch gerne zu uns, wenn die ALKYONE-Mädels bei seinen großen Schwestern spielten. Später wurden diese Boote von der US-deutschen CHASING WATERFALLS mit drei Mädchen und der deutschen BELUGA mit dem achtjährigen Fritz abgelöst.

Tschüss ALKYONE!

Natürlich haben sich auch unsere very dear friends von der LADY JANE zu uns gesellt und für ein paar ausgesprochen unterhaltsame Abende gesorgt!

Unsere Sonnenbrillen, die von Meerbusch über UK zur A Capella of Belfast transportiert wurden, konnten ebenfalls hier übergeben werden. Wenn doch nur der vermaledeite Propeller auch auf diesem Weg hätte überbracht werden können! Darf ich öffentlich im Internet schreiben, dass Fedex ein Saftladen ist? Seit drei Wochen hängt unser heiß begehrtes Ersatzteil im ecuadorianischen Zoll und erst diese Woche durften wir die Gebühren bezahlen. Natürlich hat sich zwischenzeitlich die Bearbeitungsgebühr erhöht, was der geschätzte Kunde aber erst auf Nachfrage erfährt. So vergeht wieder ein Tag an dem nichts passiert und der Käpt’n muss sich erneut in die ewige Warteschlange vor dem Bankschalter einreihen um noch einmal 11 $ irgendwas einzahlen. 45 Emails haben wir heute gezählt, die er bislang in dieser Sache verschickt hat.

Es wird Zeit, dass auch JaJapami die Segel gen Westen setzen kann!

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