Pauls 6ter Geburtstag

Die Pami ist ja sehr gut ausgestattet, aber einen Mixer haben auch wir nicht an Bord. So wurde das Kuchenbacken am Vortag zu einem größeren und sehr schweißtreibenden Projekt!

 

Dafür gab es strahlende Kinderaugen beim Anblick von Schokokuchen mit Kerze, Geschenken und Luftballons.

 

 

 

Für einen Kindergeburtstag brauch man natürlich in erster Linie Kinder! Zu Glück waren Infinity und Flying mit insgesamt 3 Jungs schon hier. Auch Rogue hat, nach rechtzeitiger Einladung, sofort die Segel gesetzt und schon am 13. den Anker direkt neben uns fallen lassen! Super!

 

Vom Mittag bis zur Dämmerung haben sieben kleine Jungs Topfschlagen, blinde Kuh, Bodja und Ball am Strand gespielt und im Wasser vergeblich versucht ein Surfbrett zu versenken.

 

Ein herrlicher Tag, der mit Würstchen und Kartoffelpüree an Bord geendet hat.

E-Mail oder WhatsApp an uns

Wir sind weiterhin auf allen unseren E-Mail Adressen erreichbar!

WhatsApp funktioniert auf unser beider Nummern.

Die „Flaschenpost“ von unserer alten Homepage ging an das gmx.net Konto, welches vorne den Schiffsnamen hat. Diese rufen wir beide ab.

Meine persönlichen zwei E-Mail sind seit 20- bzw. 8 Jahren unverändert.

 

Also, keine Ausreden mehr uns nicht ab und zu mal einen Gruß zu senden!!! 😎

🏝🌊⚓️🌊🏝

Martinique, St. Anne

Die letzten Tage waren etwas getrübt. JD hat ein dickes Knie und der Versuch zum Arzt zu gehen war langwierig und sinnlos. Zum Glück kriegen wir, so gut es geht, Ferndiagnosen und Ratschläge von unseren Ärzte-Freunden daheim.

Außerdem macht auch bei 28 •C dauernde Platzregen und grauer Himmel nicht wirklich glücklich. Jetzt ist gerade mal strahlender Sonnenschein und ich merke sofort, wie sich meine Laune bessert.

 

Montag wird Paul 6!

Sicher weiß ich nur von 3 kleinen Gästen (die Rogue), es könnten aber auch 9 werden. Britisch, französisch, Kiwi Mischung.

 

Am Dienstag sollen die Reparaturen am Schiff losgehen, wegen denen wir hauptsächlich hier auf Martinique sind.

Hoffen wir mal, dass bis Ende nächster Woche ALLES wieder heil ist. 🌊🐬🌊

St. Vincent – Landgang zu den Wasserfällen

Wir sitzen bei Rosi aus Bielefeld und Orlando, in ihrem Rock Side Café und warten, nach einem wunderbaren Tag, auf das Abendessen.

Der letzte Ausflug mit einem Auto ist lange her! Es hat Spaß gemacht mit Gerry über die Insel zu gondeln. Dieser nette Rasta Man, der auch lange in den USA gelebt hat, wusste viel über die hiesige Vegetation, hatte Spaß mit den Jungs und fuhr höchst angenehm Auto.

 

An einem regnerischen Tag wie heute, präsentiert sich die Insel als dampfender, schwülwarmer Urwald. Die Vielfalt und Üppigkeit der Gewächse ist beeindruckend. Einiges, wie Bananen, Papaja und Mango kannten wir – allerdings nicht in dieser Größe! Vieles war neu und lecker, oder zumindest interessant. Muskatnussbäume (Gerry hat uns 10 Nüsse gepflückt), Ananas Plantagen, ein Strauch mit höchst dekorativen Früchten, von denen der weiße Teil schmeckte wie eine Mischung aus Avocado und Walnuss. Runde, grüne Zitronen, Bowly Fruit ( nicht zum Essen ), Ingwer, und und und.

 

Wir sind bis zu den Wasserfällen weiter im Norden gefahren. Vom Parkplatz aus läuft man über eine Bambusbrücke in den Dschungel, bis zum Fuß des unteren Wasserfalles. Wenn man durch das Becken watet, kann man über einen, teilweise befestigten Weg, bis zum oberen Wasserfall kraxeln. Paul und Michel hatten beide großen Spaß und sind Furchtlos an Gerrys Hand überall hin geklettert.

 

 

 

Nur mit Mühe konnten wir sie zur Rückkehr zum unteren Becken bewegen. Unten war aus groben Steinen ein Mini See angelegt worden und dort durften sie dann endlich nach Herzenslust rumplanschen und spielen.

Mich hat das Alles sehr an Mexiko erinnert! Vor zwei Jahren bin ich mit Saul und den Jungs genauso durch den Dschungel zu einem Wasserfallbad wie heute! Und ich fand es damals wie heute fantastisch! Dieser Freiraum mitten im Urwald, der vom Wasser geschaffen wird, der Kontrast zwischen der feuchten Wärme und dem kühlen Süßwasser, bildet einzigartige Oasen in dieser Welt!

 

Ich möchte die Deppen schütteln, die auch an diesen Orten Keksverpackungen und Bierflaschen liegen lassen!

 

Natürlich sind die Beiden auf dem Rückweg im Auto eingepennt. Sie wurden im Vorgarten des Cafés geparkt, und dann hatten Orlando, Gerry, JD und ich einen Workshop über Bowly Fruit preparation: aufsägen, mit dem Löffel aushöhlen und dann von Außen, mit einem Nagel, verzieren.

Getrocknet heißen sie dann das Geschirr des armen Mannes und sind zum Essen und zur Dekoration gleichermaßen verwendbar.

 

Als einzige Gäste haben wir uns schlicht Kürbissuppe mit Reis gewünscht, früh und familiär gegessen und wurden dann die paar Meter zur Pami mit dem blauen Boot gerudert. NOCH netter war Gerry: während wir aßen, ist er heim gefahren, hat selbstgeschossenes Schwein aus seinem Tiefkühler und Früchte aus seinem Garten geholt – um uns alles zu schenken, während er Paul und Michel trocken ins Boot gehoben hat. …

 

Das Land und die Natur zu entdecken ist immer wieder fantastisch, aber am Ende sind es die Menschen, welche die stärksten Eindrücke hinterlassen und am meisten prägen.

Tobago Cays – Auf den Spuren unserer Hochzeitsreise.

JD wollte gar nicht unbedingt zu den Cays, hatte aber natürlich ein Einsehen, als er merkte, wie sehr ich mich auf ein Wiedersehen gefreut hatte. Vor sieben Jahren waren wir auf unserer Hochzeitsreise hier segeln!

Damals ging es von Martinique bis zu den Tobago Cays und zurück, und immer war der Name unserer 32 Fuß Yacht zugleich auch Programm: 2 Short, too Short, too short!

Diesmal hatten wir mehr Zeit!

Vier unbewohnte kleine Inseln, eingebettet in das große Horseshoe Reef und alles in den schönsten Farben dieser Welt leuchtend!

Ein bisschen voll war es allerdings. Über 60 Yachten habe ich nur im inneren Ankerfeld gezählt. Dazu noch einige riesige Motoryachten. Damals waren es höchstens 10! Klar, der Norden der Karibik leidet immer noch unter den Folgen von Hurrikan Alma, deshalb konzentrieren sich alle Charteryachten hier auf den Süden.

 

Korallen unter – und Leguane über Wasser haben uns (vor allem Paul und mich) tolle Entdeckungstouren machen lassen.

 

Am letzten Tag kam die Lady Jane, dank günstiger Winde, so zeitig an, dass ich mit Allen noch mal am großen Riff Schnorcheln konnte. Alleine oder mit Paul war das zu gefährlich und es wäre mir sehr traurig gewesen, das verpasst zu haben!! 🐬🐬🐬

Sylvester, oder wieviele Menschen passen eigentlich auf die Pami?

Nach Weihnachten sind wir halb um Bequia drum rum in die Admiralty Bay gesegelt. D. h., wir wollten segeln, mussten aber am Ende etliche Meilen gegenan motoren – nicht besonders witzig. Die Mirabella lag fast in vorderster Reihe. Natürlich war denn auch die von Ihnen reservierte Mooring Boje, direkt neben ihnen, ganz vorne.

Eigentlich toll. Aber zum reinfahren und festmachen bei krassem Wind und total vollgeknallter Bucht? Brrrr. Und dann ist unser Leinensystem an Bojen noch nicht ganz ausgereift – war ja auch erst das 2. mal mit diesem Katamaran!

Wir pirschen uns also im Slalom an die AIS-Position der Mirabella heran, um dann, mit leicht erhöhtem Blutdruck, Mr. Rastaman Blue Sky, in seinem blauen Holzboot, den Festmacher zu reichen – ohne ihn dabei über den Haufen zu fahren. Leider belege ich nicht richtig. Es kommt zu Unstimmigkeiten zwischen Crew und Kapitän, die mit ausrauschender Leine, einem gequetschten Finger und letztlich einem zweiten Versuch führen. 🙄

Ab dann läuft es aber und André kommt vorbei um Hallo zu sagen. Bevor wir „klar, gerne“ sagen können, sind Paul und Michel schon zur Mirabella entschwunden und wir genießen eine seltene Kinderpause.

 

Ab dann gibt es viel Strand und Sundowner mit Freunden.

 

Sylvester war ein langer Tag. Wir haben die Anwesenden 5 Odyssee Boote und noch zwei Kiwis eingeladen.

(Damit hatten wir drei Neuseeländische Besatzungen (Kiwis 😉 hier und so richtig verstanden habe ich ihr „Englisch“ erst nach dem 3. Rumpunsch!)

 

Mit 21 Erwachsenen und 12 Kindern ist die Pami ganz schön voll!! Leider habe ich versäumt, die Dinghi Flotte an unserem Heck zu fotografieren – war ein netter Anblick!

Es war ein sehr schöner Abend, der für alle Kinder und viele Erwachsene, wie immer, vor 22 Uhr endete. So ist das halt hier.

Um Mitternacht habe ich allein mit drei Getreuen ein wunderschönes Feuerwerk vom Oberdeck aus gesehen. 🎇🎆🎇

 

Was für ein Jahresabschluss für das aufregendste Jahr meines bisherigen Lebens!!!