Weihnachten in der Karibik

Es war richtig schön. Natürlich etwas ganz anderes als zu Hause und gar nicht so weihnachtlich wie wir es kennen, aber eindeutig ein hoher Festtag für Groß und Klein. Mit aufwendiger Vorbereitung und viel Spannung und Vorfreude erwartet.

Auf Mustique gab es in dem einzigen Laden ein ganz unglaubliches Sortiment an Köstlichkeiten. Natürlich damit Bill Gates und Pierce Brosnan auf nichts verzichten müssen. So fing bei uns Weihnachten schon am 22.12. mit Croissants, Camembert und Schinken an. Was habe ich bei den ersten Bissen geschwelgt!

 

Nach einer nur einstündigen Überfahrt, sind wir am 23. in der Friendship Bay auf Bequia angekommen und fanden hier eine, nicht unerwartete, aber dennoch tolle Überraschung vor! Ein Segler vor Anker war schon von weitem zu sehen. Wir haben natürlich die Lady Jane erwartet, schließlich waren wir ja verabredet. Trotzdem habe ich das kleine Schiffssymbol auf dem AIS angetippt: und da stand „ Moya“! Tatsächlich war beim Näherkommen erst die Lady zu sehen und dann, in der ruhigste Ecke der Bucht gekuschelt, auch die Moya. Ich hatte gehofft, dass sie sie hier sind, aber keine konkreten Nachrichten erhalten.

Unsere vier Jungs sind schon auf den Kanaren und den Kapverden jeweils für ein paar Tage zusammen rumgetobt und verstehen sich bestens – deutsche Freunde sind mittlerweile rar und kostbar geworden.

 

Mittlerweile hatten Paul und ich eine Weihnachtspalme am Strand aufgelesen und angefangen uns um die Dekoration zu kümmern. Erstmal brauchten wir Sand, damit der Ständer nicht umviel. Also Pütz (Eimer), Minisurfbrett und Dinghi geschnappt und auf zum 🏝. Leider kann ich bei der hiesigen Wellen nicht mal so nahe ran bis ich stehen kann – geschweige denn Paul. Also ist der tapfere Kleine ins Wasser gehüpft, zum Stand geschwommen und hat den Eimer voll gemacht. Und dann saßen wir da. Denn einen vollen Sandeimer konnte er natürlich nicht mal auf das Surfbrett heben, geschweige denn damit schwimmen und ich konnte das Dinghi nicht verlassen…

Nach einigem Rumgeschreie und den Tränen nahe, hat er schließlich den Eimer wieder fast leer gemacht und es irgendwie bis zu der zugeworfenen Leine geschafft. In letzter Sekunde hatte ich Paul, Brett und Eimer ins Boot gezogen und Vollgas Richtung Pami gegeben, bevor das Dinghi von den Wellen an den Strand geworfen wurde!

Was für ein Abenteuer für so ein bisschen Sand! Am Ende hat es auch tatsächlich gereicht, die Weihnachtspalme im Weinkühler zu stabilisieren.

Behängt mit bunt bemalten Muscheln, gebastelten Papiersternen und glitzernden Angelködern sah es richtig schön aus!

 

Am 24. waren wir erst noch mit der Moya am Strand, dann kamen Allen und Maria mit köstlichen Portwein zur Pami um uns die Zeit bis zum Sonnenuntergang zu vertreiben und dann mussten die Kinder unter Deck, damit das Christkind kommen konnte.

Die Temperatur (ca. 28 *C, wie bei meinen Eltern im Wohnzimmer an Heiligabend) und die Beleuchtung waren schon sehr feierlich, die Gerüche und Geräusche von Meer und Strand allerdings haben dem ganzen eine echt karibische Note verliehen.

 

Weihnachten haben wir sechs Großen und vier Kleinen sehr standesgemäß mit einem Christmas Dinner in dem hiesigen, ausgesprochen charmanten Standrestaurant gefeiert. Fünf köstliche Gänge, Livemusik und Tanz im Sand und Kinder die frei und glücklich um die Tische und über den Strand sausen konnten – es hätte wirklich nicht besser laufen können!

Am Ende war es auch bemerkenswert, dass weder beschwipste Segler, noch schlafende Kleinkinder bei der, doch recht schwierigen, Dinghibesteigung baden gegangen sind! Wir hatten echt Spaß!

 

Heute, am 26.12., verholen wir uns noch in die Admiralty Bay um dort, nocheimal, mit anderen befreundeten Booten anzustoßen. Und dann, ja dann kann so langsam Sylvester kommen!

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