Die Atlantiküberquerung

Rund 14 Tage war die JaJapami mit ihrer 6-köpfige Crew auf hoher See.

Wir hatten gute und schlechte Zeiten. Es wurde gelacht, gespielt, geweint und gestritten. Alles ist viel intensiver und man glaubt, unendlich viel Zeit für die Dinge zu haben. Tatsächlich gibt es aber immer etwas zu tun und müßiges Wellen, oder gar Sterne Beobachten, kommt doch eher selten vor.

 

Unser gemeinsamer Start mit den anderen Schiffen viel ja leider einer Magen-Darm-Grippe des Kapitäns zum Opfer. Wir sahen uns gezwungen, nach 24 Stunden Offshore wieder umzudrehen und erstmal einen Arzt zu konsultieren. Safty first!

Mit drei Tagen Verspätung brechen auch wir dann endgültig auf!

Leider anfangs sehr langsam, da wenig Wind. Dafür haben wir Highlights wie den Fang eines 1,20 m Dorados (oder Goldmakrele) und die Sichtung eines kleinen, scheinbar an der Oberfläche schlafenden Pottwals.

 

Wir haben in der ganzen Zeit nur einen Schiffskontakt! Am 4.12. taucht die “Asociate 3” an unserem Heck auf. Ein ARC- Segler auf dem Weg nach St Lucia. Während ich mit ihnen Funke, setzt der Rest der Mannschaft Groß und Genaker und wir Rauschen endlich mit adequatem Tempo davon! Ich kann grade noch “fair winds” wünschen und ein paar Fotos machen.

 

Die Proviantierung haben wir diesmal perfekt hingekriegt: 2 mal am Tag wurde gekocht und bis zum Schluss haben wir noch frische Vorräte, wie Kürbis und Kohl und Orangen und mussten auf der anderen Seite fast nichts verdorbenes wegschmeißen. Auch die letzten, matschigen Bananen sind zu Schluss noch in einem super Bananenbrot gelandet!

Essen hält ja bekanntlich Leib und Seele zusammen und daher fand ich es sehr gut und wichtig, dass sich die ganze Crew zwei mal am Tag zum gemeinschaftlichen Schmausen um den Tisch versammelte.

Grade Liesbeth und ich sind sehr kreativ geworden, wenn es darum ging z.B. drei Ananas innerhalb von zwei Tagen aufzuessen ohne das es einem über wurde. Frisch, Toast Hawai und Hühnercurry!

Wir haben übrigens in Schichten Küchendienst gemacht, so das jeder immer einen Tag Dienst und einen frei hätte. Fand ich super!!!

 

Die Kinder hatten absolut gar keine Probleme mit der Zeit auf dem Meer. Vieles haben sie sogar ausgesprochen genossen! Z. B. die Routine und dass man immer wusste was am nächsten Tag passieren wird (nämlich nichts ;). Es wurde endlose Stunden lang in schönster, brüderlicher Eintracht Lego und Playmobile gebaut und bespielt, Dinosaurierherden trabten regelmäßig über das ganze Schiff und mit allem Tauwerk, dessen Sie habhaft werden konnten, wurden Netze und Stofftier Hängematten gesponnen.

 

Gestern Nacht sind wir müde und erschöpft auf Barbados angekommen.

 

Ganz langsam, hier in der Beach bar beim ersten Rumpunsch, realisieren wir, was wir geschafft haben.

 

Wir sind sehr gerührt, dass so viele unseren Weg verfolg haben, und haben ganz glücklich gerade alle Eure Nachrichten gelesen!

Eure Pamis

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